Kapitel 1

,,Reo – Onii – San!“, rufe ich und renne auf den Schwarzhaarigen lachend zu. Als er sich zu mir umdreht springe ich ihm in die Arme.
Durch meinen Schwung fliegen wir beide um. Ich muss noch mehr lachen, und auch mein Bruder kann es sich nicht verkneifen zumindest zu Schmunzeln.
,,Nicht so stürmisch Rima!“, mahnt er mich belustigt.
,,Warum denn nicht?“, frage ich etwas beleidigt.
,,Irgendwann verletzt du uns beide noch“, meint er lachend.
,,Ich will aber Reo – Onii – San umarmen!“, sage ich trotzig und klammere mich an ihn, als wir wieder stehen.
Onii – San lacht und drückt mich ebenfalls. Das uns das ganze Team anschaut ist mir gerade egal!
,,Akashi – kun?“, frage ich einen Rothaarigen, ,,Akashi – kun?“
Leicht genervt sehe ich ihn an.
,,Was denn Mibuchi?“ fragt er, während seine kalten Augen mich mustern.
,,Warum musst du nur immer so kalt zu mir sein Akashi – kun?“, frage ich ihn und packe ihn am Arm.
,,Hey Rima! Lass das lieber“, sagt mein Onii – San.
,,Nein ich muss mal mit ihm reden“, sage ich genervt und ziehe Akashi schnell hinter mir her in einen der Gänge.
Dort lasse ich mich auf eine Sitzbank nieder, während Akashi mich weiter hin eiskalt mustert.
„Ich möchte dich etwas fragen: Erstens warum bist du immer so kalt und abweisend zu mir?
Und zweitens, warum hast du vorhin ohne die anderen gespielt? Ihr hättet auch zusammen im Team gewonnen“, sage ich und versuche seinem kalten Blick standzuhalten.
,,Du würdest es eh nicht verstehen“, gibt er kühl zu.
,,Ach echt nicht?“, frage ich ihn beleidigt.
Er sieht mich mahnend an.
,,Ich dachte Basketball ist ein Teamsportart…“, gebe ich zu.
„Das wichtigste ist zu gewinnen. Und jetzt entschuldige mich bitte ich habe zu tun“, sagt Akashi kalt. Dann steht er auf und geht wieder in Richtung Sporthalle davon.
,,Akashi! Jetzt warte doch mal!!“, schreie ich und renne ihm hinterher.
,,Warum rennst du denn weg?!“, frage ich ihn wütend.
,,Wie gesagt, ich habe zu tun“, sagt er kühl, bevor er weitergeht.
,,Akashi!!!! Du arroganter Arsch!!“, schreie ich ihm hinterher
Dann halte ich mir die Hand vor den Mund. Mist jetzt war mal wieder mein Temperament mit mir durchgegangen.
Ich merke deutlich, wie Akashi – kun sich vor mir wütend umdreht… oje…
Ich weiche immer weiter zurück, je weiter er auf mich zukommt. Plötzlich stoße ich mit dem Rücken gegen eine Wand. Mist!
Seine Augen sehen kühl auf mich herab.
Okay… herab kann man es nicht unbedingt nennen. Schließlich bin ich nur vier Zentimeter kleiner als er!
Okay vielleicht… aber nur vielleicht… sollte ich mir gerade um etwas anderes Sorgen machen…
Unauffällig knirsche ich mit meinen Zähnen.
Was soll ich jetzt machen? Verdammt warum muss er auch so furchterregend sein? ,,Wie war das gerade?“, kühl dringt seine Stimme durch meine Gedanken. ,,N-nichts, A-akashi-k-kun“ Warum zum Teufel stottere ich jetzt?
Ungeschickt versuche ich ihn weg zuschieben, doch er packt mich an meinem Handgelenk und hält mich dadurch von meinem Vorhaben ab.
Mist…
Ich versuche weiter mich zu befreien, aber er hält mich mit Leichtigkeit von meinem Vorhaben ab.
Langsam beugt er sich vor und flüstert mir mit eisiger Stimme ins Ohr: „Lerne dein Temperament zu zügeln, Rima-chan“ dann lässt er von mir ab und geht schnellen Schrittes davon.
Was war das denn jetzt??!
Woher?
Woher zum Teufel weiß er meinen verdammten Vornamen!?
Und wer hat diesem arroganten Schnösel erlaubt mich so zu nenne!?
Ich bekomme echt die Krise!
Vor allem wie kann er es wagen mir etwas vorzuschreiben??
Dabei bin ich doch genauso alt wie er und in seiner Parallelklasse!!!
,,Na warte Akashi!“, schreie ich ihm noch schnell hinterher, bevor er hinter der nächsten Ecke aus meinem Sichtfeld verschwindet.
Langsam mache auch ich mich zurück in Richtung Halle. Die ganze Zeit muss ich an die Szene gerade denken. Warum hat er das gemacht? Woher kennt er meinen Vornamen? Grübelnd gehe ich wieder in die Halle.
Dort sehe ich meinen Bruder, der mich schon mahnend ansieht.
Was hat er denn?
,,Rima!“, sagt er vorwurfsvoll.
,,Was den, onii-san?“, frage ich betont unschuldig.
,,Du hast ihn wütend gemacht Rima!“, sagt er und zeigt auf eine Bank.
Vorsichtig schiele ich an ihm vorbei und begegne zwei kalten Augen, die mich wirklich leicht wütend und verletzt ansehen.
,,Ach er kann ja doch Gefühle zeigen“, sage ich provozierend unschuldig und hoffentlich so laut, dass er es mitbekommt.
,,Rima! Ich glaube du solltest jetzt gehen!“ Mit diesen Worten zieht er mich in Richtung Ausgang.
,,Aber Onii – San!“, sage ich vorwurfsvoll.
„Rima, bist du Lebensmüde? Du kannst doch nicht so über Akashi reden, wenn er in der Nähe und wütend ist!“
,,Warum denn nicht?“, frage ich ihn unschuldig.
Nii-san rauft sich die Haare.
„Rima, lass es einfach sein okay? Ich mach mir einfach nur sorgen um dich“, sagt er sanft.
,,Reo… warum ist er nur so kalt…“, frage ich ihn, während mir Tränen in die Augen treten.
Nii-chan nimmt mich ohne zu zögern in den Arm, und streicht mir beruhigend über den Rücken. ,,Ich weiß es nicht, Rimalein, ich weiß es nicht.“
,,Ich hasse Leute die Gefühlskalt sind…“, schluchze ich in sein T-Shirt.
Er streicht mir weiter beruhigend über den Rücken und langsam beruhige ich mich wieder.
,,Wie gesagt er ist ein gefühlskalter Arsch!“, sage ich verzweifelt.
„Rima-chan, jeder Mensch hat Gefühle, das weißt du doch. Nur zeigt eben nicht jeder seine Gefühle.“, redet nii-chan sanft auf mich ein.
,,Dass du diesen Teufel auch noch in Schutz nehmen musst…“, sage ich etwas verzweifelt und  sauer.
,,Ach, Rima-chan…“ ich glaube so langsam fängt mein Bruder an zu verzweifeln.
Langsam löse ich mich von ihm entschlossen lege ich meine Hände auf seine Schultern: ,,Reo! Ich mache ihn Kalt!“
,,Nein Rima! Das machst du nicht! Du legst dich nicht weiter mit Akashi-kun an!“ sagt er fast schon panisch.
,,Warum nicht? Was ist so besonders an diesem Kerl?“, frage ich beleidigt.
„Es ist Akashi hörst du Rima?! Der macht dich kalt bevor du auch nur einen Finger rührst!“ Mittlerweile dringt echte Panik durch seine Stimme durch. Ist dieser Kerl etwa so furchteinflößend?
„Soll er es doch versuchen! Was kann der schon tun?“, frage ich ihn sauer.

,,Sehr viel meine Liebe“, meldet sich jemand zu Wort.
Ich sehe wie Reo-chan bleich wird, als er über meine Schulter schaut. Langsam drehe ich mich um, und sehe Akashi in der Tür stehen. Wie lange steht der schon da?!
Seine kalten Augen mustern mich bedrohlich.
Ich muss schlucken. Furchteinflößend ist er ja schon…
Er geht einige Schritt auf uns zu: ,,Rima – chan~ du bist aber sehr nett ~“
Ich muss schlucken und gehe einen Schritt zurück.
Ich bemerke wieder diesen verletzten Glanz in seinen Augen.
Warum habe ich so plötzlich Angst vor ihm? Er kann mir doch gar nichts tun!
Ich will gerade etwas sagen, als mein Handy anfängt zu klingeln. Wer ist das denn jetzt? ,,Hallo?“, melde ich mich.
,,Was? Woher hast du meine Nummer?“, frage ich verwirrt in den Hörer und Streich mein dunkelblaues Haar hinter das Ohr.
,,Ich kann mich aber nicht daran erinnern, dir meine Nummer gegeben zu haben!“, langsam werde ich wütend. Wo hat dieser Kerl bitte meine Nummer her?
Wütend sehe ich in den Himmel. ,,Und was willst du?“
Ich bemerke die Blicke meines Bruders und Akashis. Aber während mein Bruder mich leicht besorgt und leicht verwirrt anschaut sehe ich bei Akashi eher Neugier. Warum Neugier? ,,Warum sollte ich kommen?“, wende ich mich wieder dem Handy zu.
,,Hä ?  Warum? Was soll ich denn dort?“, frage ich entgeistert
Ohne weiter zuzuhören lege ich auf. ,,So ein Idiot.“ sage ich mehr zu mir selbst.
,,Rimalein? Wer war das? Mach keinen Blödsinn hörst du mich?“, fragt mich mein Bruder besorgt.
,,Ach nur irgendein Kerl aus meiner Klasse, der irgendwie an meine Nummer gekommen ist.“, sage ich, ich kann ja schlecht sagen das das Aomine war, das würde zu viele Fragen aufwerfen. Woher hat der Überhaupt meine Nummer? Gegeben habe ich sie ihm hundertprozentig nicht!
Verwirrt schaue ich auf mein Handy…
,,Rima? Hörst du mich?“, dringt die Stimme meines Bruders an mein Ohr.
,, Oh was? Sorry Onii – San.“ ,,Ich habe gesagt das wir nach Hause gehen sollten.“
,,Äh… Geh schon mal… Im muss noch was erledigen…“, sage ich und spüre deutlich die fragenden Blicke der beiden Jungs.
,,Das hat aber nichts mit dem Anruf zu tun?“, die Skepsis meines Bruders ist deutlich herauszuhören.
,,Äh…“, etwas verlegen kratze ich mich am Kopf.
,,Rima…wer war am Telefon?“
Mein Bruder klang jetzt sogar leicht genervt.
,,Jemand…“, sage ich.
,,Wenn du mir nicht sagen willst wer es war, darfst du auch jetzt nicht mehr weg.“, leicht triumphierend sieht mein Bruder mich an. War ja klar, dass er jetzt die große Bruderkarte ausspielt!
,,Oi! Ich kann auch auf mich selbst aufpassen“, sage ich beleidigt.
Verwirrt beobachtet uns Akashi.
,,Ich will aber nicht das du zu irgendwelchen wildfremden Junges gehst!“, mein Bruder wirkt leicht genervt.
,,Er ist ja nicht irgend so ein wildfremder Junge…“
Mein Bruder seufzt kurz genervt auf, bevor er es nochmal probiert: ,,Rima…sag doch einfach wer es war und du kannst gehen. Ich mache mir doch nur sorgen um dich.“
,,Aomine…“, sage ich so leise es geht. Anscheinend hat mein Bruder es trotzdem gehört, und auch Akashi scheint es gehört zu haben: „Woher kennst du Daiki?“
,,Was geht dich das an Akashi?!“, fauche ich ihn fast schon an.
,,Mich würde das aber auch interessieren“, meldet sich mein Bruder zu Wort. Ich denke er will vermeiden, dass ich wieder anfange zu beleidigen.
Bestürzt sehe ich zu ihm: ,,Ich habe mit ihm geredet…“ ,,Wann denn? Etwa nach dem Spiel?“, mein Bruder ist aber mal wieder neugierig. ,,Sei nicht so neugierig!“, sage ich und schaue Akashi wütend an.
,,Ich muss jetzt gehen“, sagt dieser kühl und ohne auf meinen Blick einzugehen. Dann geht er los in Richtung Ausgang
,,Arroganz steht ihm aber nicht besonders gut!“, sage ich bewusst laut zu meinem Bruder.
Irgendwie macht es gerade echt Spaß.
Mein Bruder seufzt darauf nur. Aber ich sollte mich jetzt auch mal auf den Weg machen.
,,Also ich geh dann mal okay?“, frage ich und husche schnell an meinem Bruder vorbei…

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